Bohnenkäfer

Callosobruchus maculatus / Bruchus quadrimaculatus

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Als einfach zu züchtendes, kleines Zusatzlebendfutter für einige kleinere terrestrische Amphibien (Salamander, Frösche) haben sich bei mir Bohnenkäfer bewährt. Die ausgewachsenen Käfer werden lediglich 2-4 mm groß.

Erfahrungsgemäß werden die Käfer nicht von allen Amphibien gern genommen, wahrscheinlich da sie ein recht hartes Exoskelett besitzen. Ich verfüttere die Käfer allerdings erfolgreich an Neurergus kaiserii und Tylototriton kweichowensis. Diese Käfer lassen sich besonders einfach mit Vitamin- und Mineralpulver "aufwerten", da dieses gut an ihnen haftet und einfach durch gemeinsames Schütteln in einer kleinen Dose aufgebracht werden kann.

Behälter und Substrat

Ein Zuchtansatz von Bohnenkäfern benötigt denkbar wenig Aufwand. Als Behälter verwende ich Dosen, in denen Heimchen verkauft werden bis hin zu Dosen mit einem Volumen von ca. 3 Litern.

Wichtig ist einerseits, dass die Deckel dicht schließen, denn die Käfer können problemlos an Kunststoffwänden und selbst überkopf klettern. Andererseits sollten die Dosen belüftet werden; einige der Heimchendosen haben an den Seitenwänden Luftlöcher, bei allen Behältern habe ich zusätzlich Löcher in den Deckel geschnitten und diese mit feiner Drahtgaze abgeklebt. Die Temperatur sollte nicht zu niedrig sein, unter ca. 20 Grad stagniert die Vermehrung merklich.

Angeblich werden nicht alle Bohnensorten gleich bevorzugt, bei mir haben sich Schwarzaugenbohnen (im besser sortierten Lebensmittelhandel oder in Asiamärkten erhältlich) bewährt. Aus dem Grund besteht aber auch nur eine geringe Gefahr, dass eventuell entwichene Käfer im Haushalt zu einer Plage werden können.

Die Bohnen werden lose in die Dosen gefüllt, gegebenenfalls können sie vorab auch mit sehr wenig Wasser besprüht werden - hierbei besteht allerdings die Gefahr, dass die Bohnen schimmeln.

Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier an den Bohnen ab (siehe Bild). Die schlüpfenden Larven fressen sich in die Bohnen, verpuppen sich dort und die Käfer durchbrechen von innen die Schale zum Schlupf. Gelegentlich muss ein Teil der Bohnen ausgetauscht werden, da sie hohl gefressen sind und die Larven nicht genug Nahrung finden.

Die Käfer selbst können mit Honig gefüttert werden, der zuvor auf einem Stück Papier antrocknen sollte. Ich selbst habe bisher die Käfer selbst gar nicht gefüttert, sondern immer nur verfüttert.

Fang /Sammlung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Käfer aus der Dose zu bekommen. Wenige Exemplare können per Hand aus der Dose gesammelt werden, wobei man darauf achten muss, dass die Käfer relativ schnell die Wände empor klettern können. Verlangsamen kann man sie, indem sie vorab für wenige Minuten in den Kühlschrank gestellt werden.

Größere Mengen an Käfern siebe ich ab. Dazu fülle ich eine größere Menge von den Bohnen in ein grobes Sieb oder einen Nudeldurchschlag (diese großen, groben Kunststoffsiebe aus der Küche). Die Bohnen - Käfer - Mischung wird über einer Schüssel gesiebt, die durchfallenden Käfer in eine Dose oder direkt ins Fütterungsbecken gegeben und die Bohnen zurück in den Behälter.

Bei der Verfütterung ist wieder zu beachten, dass senkrechte Scheiben kein wirkliches Hindernis für die Käfer darstellen. Entweder bleibt man also neben dem Becken stehen, bis alle Käfer gefressen wurden oder das Becken muss dicht schließend abgedeckt werden.

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© Daniel Weiner, Ambystoma.de 2009