Axolotl


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Axolotl Goldalbino


Auf dieser Seite finden sich allgemeine Informationen zum Axolotl. Zusätzlich gibt es spezielle Seiten zur Haltung und Vergesellschaftung, zu kaltwassergeeigneten Pflanzen, zum Futter, zur Vermehrung, zu Krankheiten und deren Behandlung, zur Farbgenetik, der Larvenentwicklung und die Beschreibung zweier besonderer Fälle: Axolotlchimären (Tiere, die zur Hälfte Weißling und zur Hälfte Wildling sind) und einer "Zufallsaufzucht" fast ohne menschliches Zutun. Weiterhin bieten wir einige praktische Rechentools für die Berechnung von Aquarieninhalt und -grundfläche, der möglichen Anzahl von Axolotl je nach Beckengröße oder benötiger Sandmenge.

Axolotl - Allgemeine Informationen

Axolotl erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als "ungewöhnliches" Haustier. Sie lassen sich vergleichsweise einfach in Aquarien halten und mittlerweile auch recht zuverlässig und einfach vermehren, was dazu geführt hat, dass diese Tiere verstärkt über Foren, Tierbörsen und in Zoogeschäften angeboten werden.

Die Wildform des Axolotl ist braun mit dunkleren und helleren Flecken (so wie auf dem Bild auf der Startseite dieser Homepage). Durch Kreuzungen und Züchtungen sind allerdings diverse Farbschläge erschaffen worden, die sich mittlerweile stabil etabliert haben und vermehren (vgl. auch die Seite Farbgenetik)

Zur Herkunft des Namens existieren unterschiedliche Angaben: einerseits wird der Aztekische Begriff "Nahuatl" bzw. davon abgeleitet "Xolotl" (Gott des Todes und der Verstümmelung) als Ursprung angegeben; andere Übersetzungen beschreiben den Namen als "Wasserhund" (mit "atl" von "Wasser" und "xolotl" als "Hund"). Hierbei gibt es allerdings einige Übersetzungsschwierigkeiten aus dem Englischen, wo Tigersalamanderlarven als "waterdog" bezeichnet werden (vgl. auch die Tigersalamanderseite von Axolotl.org (englisch)).

Axolotl (wissenschaftlicher Name Ambystoma mexicanum - "Mexikanischer Querzahnmolch") gehören zur Klasse der Lurche, genauer gesagt zur Familie der Querzahnmolche, die wiederum den Salamanderverwandten (Ordnung der Schwanzlurche) angehören.


Herkunft und natürliche Verbreitung top

 

 

Axolotl hatten ursprünglich endemisch (also regional begrenzt) ihr natürliches Verbreitungsgebiet im Hochland von Mexiko in der Nähe der mexikanischen Hauptstadt, genauer gesagt den Seen Xochimilco und Chalco sowie einigen angrenzenden, kleineren Gewässern.

Entgegen einiger anderslautender Informationen (die leider immer noch im Internet zu finden sind), existieren durch die Ausbreitung von Mexiko Stadt von diesen Gewässern nur noch Reste (Xochimilcosee sowie einige Kanäle).

Der natürliche Bestand an Axolotl ist durch die Ausbreitung von Mexiko Stadt und durch die damit einhergehende Gewässerverschmutzung stark gefährdet. Zwar existieren Projekte, die die Erhaltung und erneute Auswilderung / Wiederansiedlung der Axolotl zum Ziel haben, allerdings ist es sehr fragwürdig, ob das jemals wieder gelingen wird, da die Gewässer stark verschmutzt sind.

Xochimilco
Bild: Überreste des ehemaligenXochimilco-Sees mit heutiger Kanalstruktur
© Google Earth


Besonderheiten - das Dauerlarvenstadium des Axolotl oder: Neotenie top
Axolotl stellen hinsichtlich ihrer Lebensweise und ihres Reproduktionszyklus eine Besonderheit unter den Schwanzlurchen dar. Abweichend von den meisten Amphibien, verbleiben sie Ihr gesamtes Leben in einer Form

Metamorphisierter Axolotl
Bild: relativ seltene Form eines (natürlich) metamorphisierten Axolotl, Wildtyp

des Larvenstadiums - sie metamorphisieren also in der Regel nicht, gehen nicht an Land und pflanzen sich auch in diesem "weiterentwickelten" Larvenstadium fort. Diese Eigenschaft wird auch "Neotenie" genannt.

Ursache für diesen "Rückschritt" in der Evolution ist eine genetische Mutation, die verhindert, dass einige zur Metamorphose wichtigen Hormone synthetisiert werden können. Axolotl können somit bestimmte Stoffwechselprozesse nicht durchführen und sind in der Regel nicht in der Lage, sich zu einer Landform umzuwandeln.

Von dieser Regel gibt es ziemlich selten Ausnahmen - unter künstlicher Hormonzufuhr kann dieses Defizit (nicht vererbbar) ausgeglichen werden; hin und wieder kommen auch Fälle von Spontanmetamorphosen vor, deren Ursache bisher nicht abschließend geklärt ist (siehe auch nebenstehendes Bild).

Auch in den Fällen spontan metamorpisierter Axolotl ist die Tendenz zur Metamorphose bisherigen Erkenntnissen nach in aller Regel nicht vererbbar! Metamorphisiert gleichen Axolotl stark ihren nahen Verwandten - den Tigersalamandern, denen hier eine eigene Seite gewidmet ist.

Trotzdem Axolotl also genau genommen nie "erwachsen" werden im Vergleich zu anderen Amphibien, können sie sich erfolgreich fortpflanzen. Auch ohne Eintritt in die Metamorphose werden sie also geschlechtsreif, paaren sich und legen Eier - wobei die Nachkommen wiederum neoten sind.

 

So viel zu den gröbsten Grundaussagen, Axolotl betreffend. Weitere und tiefer gehende Informationen finden sich auf den folgenden Seiten (auch über das Navigationsmenü ganz oben auf der Seite). top

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